Das Akkordeon
Ein Handzuginstrument mit durchschlagenden Metallzungen: rechts Melodie auf Tasten oder Knöpfen, links Bässe und fertige Akkorde, dazwischen der Balg als „Atem“. Seit knapp 200 Jahren ist das Akkordeon eines der weltweit verbreitetsten Volksmusikinstrumente – und zugleich ein Konzertinstrument mit eigener Originalliteratur.
Das Akkordeon gehört zur Familie der Harmonikainstrumente, deren Ton durch durchschlagende Zungen entsteht: kleine Metallzungen, die im Luftstrom eines Balgs durch einen passgenauen Schlitz schwingen. Da die rechte Hand Melodie spielt und die linke auf Knopfdruck ganze Akkorde erklingen lässt, kann eine einzige Person ein vollständiges Ensemble ersetzen – ein Grund, weshalb sich das Akkordeon im 19. und 20. Jahrhundert mit großer Geschwindigkeit über die ganze Welt verbreitete. Es wurde zum Klang des Pariser Musette, des argentinischen Tango, des brasilianischen Forró, des kolumbianischen Vallenato, der texanisch-mexikanischen Norteño-Musik, der Cajun-Musik Louisianas, der irischen Tanzmusik, der Alpenländer und des Balkans. Parallel entwickelte es sich zu einem Konzertinstrument, das heute an Musikhochschulen studiert wird und für das Komponisten wie Sofia Gubaidulina, Luciano Berio und Arne Nordheim geschrieben haben.
1Überblick und Einordnung
Das Akkordeon ist ein Aerophon mit durchschlagenden Zungen (Hornbostel-Sachs 412.132). Eine Zunge aus Federstahl ist an einem Ende auf einer Stimmplatte befestigt und schwingt frei durch einen Schlitz, dessen Ränder sie nur um Hundertstelmillimeter verfehlt. Bei jeder Schwingung wird der Luftstrom kurz unterbrochen – so entsteht ein obertonreicher Ton, dessen Höhe allein von Länge, Dicke und Masse der Zunge abhängt. Dieses Prinzip teilt das Akkordeon mit Mundharmonika, Harmonium, Konzertina, Bandoneon und der asiatischen Mundorgel.
Wichtige Unterscheidungen innerhalb der Familie:
- Gleichtönig oder wechseltönig: Beim gleichtönigen (chromatischen) Akkordeon erklingt auf Zug und Druck derselbe Ton; beim wechseltönigen (diatonischen) Instrument erzeugt ein Knopf auf Zug und Druck verschiedene Töne – wie bei der Mundharmonika.
- Diskantsystem: Klaviatur (Piano-Akkordeon) oder Knopffeld (Knopfakkordeon).
- Basssystem: Standardbass mit fertigen Akkorden (Stradella) oder Melodiebass mit Einzeltönen.
2Namen und Wortherkunft
Der Name geht auf Cyrill Demians Patent von 1829 zurück, der sein Instrument „Accordion“ nannte – wegen der Akkorde, die auf Knopfdruck erklangen. Im Deutschen sind auch Ziehharmonika, Handharmonika, Schifferklavier, Quetschkommode oder Quetsche (umgangssprachlich) üblich. International: frz. accordéon, ital. fisarmonica, span. acordeón, port. acordeão / sanfona (Brasilien), russ. akkordeon bzw. bajan (Knopfakkordeon), finn. harmonikka, chin. 手风琴 (shǒufēngqín, „Hand-Wind-Instrument“).
3Vorgeschichte: die Durchschlagzunge
Das Prinzip der durchschlagenden Zunge stammt aus Asien. Die chinesische Mundorgel Sheng ist seit über 3.000 Jahren belegt; verwandte Instrumente sind die japanische Shō (Gagaku), die laotische Khaen und die Mundorgeln Südostasiens. Im 18. Jahrhundert gelangten Sheng-Instrumente nach Europa; der Kopenhagener Physiker Christian Gottlieb Kratzenstein und der Orgelbauer Franz Kirsnik (St. Petersburg) experimentierten um 1780 mit Zungenregistern. Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden daraus zahlreiche Erfindungen: Mundharmonikas, Aeolinen, das Physharmonika-Tasteninstrument (Anton Haeckl, Wien 1818) und schließlich das Harmonium (Alexandre Debain, Paris 1840).
4Geschichte
- 1821 Christian Friedrich Ludwig Buschmann (Berlin) baut die „Handäoline“, ein kleines Instrument mit Zungen und Balg.
- 1829 Cyrill Demian und seine Söhne erhalten in Wien ein Patent auf den „Accordion“: fünf Knöpfe, die auf Zug und Druck verschiedene Akkorde erklingen lassen.
- 1829/1844 Charles Wheatstone (London) patentiert die Symphonium und die englische Konzertina.
- 1834 Carl Friedrich Uhlig (Chemnitz) baut die deutsche Konzertina.
- um 1846 Heinrich Band (Krefeld) entwickelt daraus das Bandoneon.
- ab 1850 Serienfertigung in Deutschland (Klingenthal, Gera, Magdeburg), Frankreich und Italien. Paolo Soprani gründet 1863/64 in Castelfidardo die italienische Akkordeonindustrie.
- 1857 Matthias Hohner beginnt in Trossingen mit Mundharmonikas; ab 1903 baut Hohner Akkordeons und wird zum weltgrößten Hersteller.
- um 1880–1900 Chromatische Knopfakkordeons (Wien, Russland) und in Italien das erste Piano-Akkordeon (um 1910 als Standard); Mailänder und italienisch-amerikanische Instrumentenbauer verbreiten die Klaviatur.
- 1907 Pjotr Sterligow baut in Russland das erste chromatische Knopfakkordeon mit Melodiebass-Ansätzen, das „Bajan“.
- um 1910–1930 Das Stradella-Bassystem mit 120 Bässen wird Standard.
- 1927 Hugo Herrmann schreibt erste Originalwerke für Akkordeon (Baden-Baden); Hohner gründet 1931 das Hochschulinstitut Trossingen.
- 1935 Gründung der Confédération Internationale des Accordéonistes (CIA); ab 1938 Weltmeisterschaft „Coupe Mondiale“.
- 1950er–1970er Melodiebass (Converter), Akkordeonstudium an Hochschulen in Dänemark, Russland, Deutschland, Finnland; Mogens Ellegaard und Friedrich Lips regen neue Werke an.
- 2004 Roland stellt das digitale V-Accordion vor.
In Deutschland war das Akkordeon zwischen 1920 und 1960 ein Massenphänomen: Hunderttausende spielten in Harmonika- und Akkordeonorchestern, Vereinen und Schulen. Der Deutsche Harmonika-Verband (DHV, gegründet 1931) und der Deutsche Akkordeonlehrer-Verband prägen bis heute Laien- und Wettbewerbskultur.
5Aufbau
| Baugruppe | Bestandteile und Funktion |
|---|---|
| Diskantteil | Klaviatur oder Knopffeld, Registerschalter (Diskant und Kinnregister), Diskantmechanik, Stimmstöcke mit Stimmzungen, Verdeck (Gitter) |
| Balg | gefalteter Luftbehälter aus Hartpappe, Leinen und Leder mit Metallecken; meist 14–20 Falten; mit Balgriemen verschlossen |
| Bassteil | Bassknopffeld, Bassmechanik (Hebel, Stangen, Kombinationsmechanik für Akkorde), Bassregister, Bassriemen, Luftknopf |
| Stimmstöcke | Holzblöcke mit Kammern, auf denen die Stimmplatten sitzen; je nach Chor und Register angeordnet |
| Stimmplatten | Aluminium- oder Zinkplatten mit zwei Schlitzen und zwei Zungen (für Zug und Druck), Lederventile oder Kunststoffventile |
| Cassotto | Klangkammer (Tonkammer), in die ein oder zwei Chöre eingebaut sind; macht den Klang weicher, dunkler und runder |
Die Stimmzungen
Jede Stimmplatte trägt zwei Zungen: eine auf der Außen-, eine auf der Innenseite. Beim Balgzug spricht die eine an, beim Druck die andere; ein Lederventil über dem jeweils nicht beteiligten Schlitz verhindert Luftverlust. Die Qualität der Zungen ist entscheidend für Ansprache, Dynamik und Klang:
| Qualität | Merkmale |
|---|---|
| Industriestimmen | maschinell gefertigt, günstig; Schülerinstrumente |
| „Tipo a mano“ | maschinell, aber in der Art von Handstimmen nachbearbeitet |
| „A mano“ (Handstimmen) | von Hand gefeilt und eingepasst, geringster Spalt, beste Ansprache im Pianissimo |
| „A mano Export“, „Superiore“ | höchste Qualität für Konzertinstrumente |
Gestimmt wird durch Abschaben: Material an der Zungenspitze abtragen erhöht den Ton, Material an der Zungenwurzel senkt ihn. Stimmplatten sind mit Wachs (oder bei Konzertinstrumenten verschraubt bzw. genagelt) auf den Stimmstöcken befestigt.
6Chöre, Register und Klangfarben
Ein Akkordeon besitzt meist mehrere Sätze von Stimmzungen, die man nach Orgeltradition in Fußlagen bezeichnet und Chöre nennt. Registerschalter kombinieren sie.
| Chor | Klanglage | traditioneller Name |
|---|---|---|
| 16′ | eine Oktave tiefer als notiert | „Fagott“, „Bassoon“ |
| 8′ | Normallage | „Klarinette“ |
| 8′ + (höher gestimmt) | leicht nach oben verstimmt | Tremolo-/Musette-Chor |
| 8′ − (tiefer gestimmt) | leicht nach unten verstimmt | Musette (Dreichörig) |
| 4′ | eine Oktave höher | „Piccolo“ |
| Kombination | Name | Charakter |
|---|---|---|
| 8′ | Klarinette | klar, schlank |
| 16′ | Fagott | dunkel, weich |
| 16′ + 8′ | Oboe / Bandoneon | voll, tangoartig |
| 8′ + 4′ | Organ | hell, orgelartig |
| 8′ + 8′ (tremoliert) | Violine / Tremolo | schwebend |
| 8′ + 8′ + 8′ | Musette | stark schwebend, Pariser Musette |
| 16′ + 8′ + 4′ | Harmonium / Organ | voll |
| alle Chöre | Master (Tutti) | maximale Fülle |
Die Stärke der Schwebung (Tremolo) wird in Cent angegeben: „trocken“ (0), „leichtes Tremolo“ (etwa 5–10 Cent), „Swing“ oder „Amerikanisch“ (etwa 10–15 Cent), „Musette“ (15–30 Cent und mehr). Konzertinstrumente sind meist trocken oder mit leichtem Tremolo gestimmt, Musette- und Volksmusikinstrumente mit starker Schwebung. Auf Registerschaltern werden die Kombinationen mit kreisförmigen Symbolen und Punkten angezeigt.
7Bauformen
Piano-Akkordeon
Die rechte Hand spielt auf einer verkleinerten Klaviatur (Tastenbreite ca. 17–20 mm statt 23 mm beim Klavier). Standardgrößen haben 26 bis 45 Tasten; das Vollinstrument mit 41 Tasten reicht von F3 bis A6 (in 8′-Lage). Die Klaviatur erleichtert Pianistinnen und Pianisten den Einstieg und ist in Deutschland, Italien, Großbritannien und Nordamerika am verbreitetsten.
Chromatisches Knopfakkordeon
Die Diskantknöpfe sind in drei Grundreihen angeordnet, deren Töne in kleinen Terzen aufsteigen; zwei weitere Reihen wiederholen die ersten beiden, damit Fingersätze verschoben werden können. Jede Tonleiter und jeder Akkord hat dadurch – anders als auf dem Klavier – in allen Tonarten dieselbe Griffform. Auf gleicher Breite erreicht das Knopfsystem einen deutlich größeren Tonumfang (bis zu 64 Töne), und weite Intervalle lassen sich greifen.
| System | Merkmale | Verbreitung |
|---|---|---|
| C-Griff | äußere Reihe beginnt mit C, C♯/D♭ … in kleinen Terzen | Frankreich, Italien, Belgien, Skandinavien, Deutschland, Westeuropa |
| B-Griff | spiegelbildlich angeordnet | Russland, Ukraine, Osteuropa (Bajan), Finnland teilweise |
Bajan
Das russische Bajan ist ein chromatisches Knopfakkordeon im B-Griff, meist mit großem Tonumfang, kräftigem, dunklem Klang und Melodiebass. Es ist in Russland, der Ukraine und Belarus das Konzertinstrument schlechthin; seit der Sowjetzeit wird es an Konservatorien auf höchstem Niveau gelehrt (Friedrich Lips, Juri Schischkin, Wjatscheslaw Semjonow).
Diatonische Akkordeons
Diatonische Instrumente sind wechseltönig und in bestimmten Tonarten gebaut. Sie sind kleiner, leichter und oft sehr laut.
| Typ | Merkmale | Region und Stil |
|---|---|---|
| Einreihiges Akkordeon (Melodeon) | eine Reihe, eine Tonart, 2–4 Bässe | Cajun (Louisiana), frühe Volksmusik |
| Zweireihiges Akkordeon | Reihen z. B. in G/C, B/C (Irland) oder C♯/D | Irland (B/C), England (Morris), Frankreich |
| Dreireihiges Akkordeon | z. B. F–B♭–E♭, G–C–F | Norteño/Tex-Mex, Vallenato, Forró |
| Steirische Harmonika | drei bis fünf Reihen, Bässe als „Helikonbässe“ (kräftige, tiefe Bässe), Griffschrift | Alpenländische Volksmusik (Österreich, Bayern, Slowenien, Südtirol) |
| Schwyzerörgeli | kleines diatonisches Instrument mit 18 Bässen | Schweiz (Ländlermusik) |
| Trikitixa | zweireihiges Instrument | Baskenland |
| Garmon | einreihiges Instrument | Russland (Volksmusik) |
Bandoneon
Das Bandoneon ist quaderförmig und hat Knopffelder auf beiden Seiten, aber keine Akkordbässe. Das in Deutschland verbreitete „Rheinische“ oder Einheitsbandoneon ist wechseltönig mit 142 Tönen; daneben gibt es gleichtönige Systeme (Kusserow, Péguri). Ursprünglich als preiswerter Orgelersatz für Kirchen- und Volksmusik gedacht, wanderte es mit Auswanderern um 1870–1900 nach Argentinien und Uruguay und wurde zur Seele des Tangos. Die Bandoneons der Firma Alfred Arnold („AA“) aus Carlsfeld (Sachsen) gelten bis heute als unerreicht; seit einigen Jahren werden sie wieder nachgebaut.
Konzertina
Die Konzertina ist klein, sechs- oder achteckig, mit Knöpfen auf beiden Seiten. Die englische Konzertina (Wheatstone) ist gleichtönig und wurde im viktorianischen England im Salon und in Konzertina-Orchestern gespielt; die Anglo-Konzertina ist wechseltönig und prägt die irische Musik (besonders County Clare); die deutsche Konzertina (Chemnitzer) war Vorbild für das Bandoneon und ist in der Polkamusik des Mittleren Westens der USA verbreitet.
Digitale Akkordeons
Digitale Instrumente wie das Roland V-Accordion haben Tastatur und Balg eines Akkordeons, aber Klangerzeugung per Sampling bzw. Modeling. Sie ermöglichen leises Üben mit Kopfhörern, zahlreiche Akkordeon- und Orchesterklänge und MIDI-Steuerung; das Spielgefühl des Balgs wird über Drucksensoren nachgebildet.
8Die Bässe
Standardbass (Stradella)
Beim 120-Bass-Instrument stehen die Knöpfe in 20 Reihen im Quintenabstand (Quintenzirkel) und sechs Spalten:
| Spalte | Inhalt (Beispiel C) | Hinweis |
|---|---|---|
| 1. Terzbass (Gegenbass) | E (große Terz über C) | für Wechselbass und Basslinien |
| 2. Grundbass | C | C-Knopf mit Vertiefung, As- und E-Knopf oft mit Ring zur Orientierung |
| 3. Durakkord | C–E–G | – |
| 4. Mollakkord | C–Es–G | – |
| 5. Septakkord | C–E–B (ohne Quinte) | Dominantseptakkord |
| 6. Verminderter Akkord | C–Es–A (ohne Quinte) | verminderter Septakkord ohne Quinte |
Weil benachbarte Reihen eine Quinte auseinander liegen, liegen Tonika, Dominante und Subdominante immer nebeneinander. Durch Kombination lassen sich weitere Akkorde bilden: Cmaj7 aus C-Bass und e-Moll-Knopf, C6 aus C-Bass und a-Moll-Knopf, Cm7 aus C-Bass und Es-Dur-Knopf. Die Grundbässe und Akkorde klingen in einem begrenzten Tonumfang (meist etwa eine Oktave), der „Sprung“ an der Oktavgrenze ist ein Charakteristikum des Standardbasses. Kleinere Instrumente haben 8, 12, 24, 32, 48, 72, 80 oder 96 Bässe mit entsprechend weniger Tonarten und Spalten.
Melodiebass (Freibass)
Beim Melodiebass ist jeder Knopf ein Einzelton über mehrere Oktaven – wie beim Klavier. Man unterscheidet Quintsystem (Töne im Quintabstand) und chromatisches System (Anordnung wie im Diskant, C- oder B-Griff). Beim Converter lässt sich per Umschalter zwischen Standardbass und Melodiebass wechseln. Erst der Melodiebass ermöglicht polyphones Spiel, Bach-Fugen, Scarlatti-Sonaten und die moderne Konzertliteratur.
9Balgtechnik
Der Balg ist das zentrale Ausdrucksmittel: Die Stärke des Balgdrucks bestimmt die Lautstärke; ein fein dosierter Balg erzeugt Crescendo, Diminuendo, Akzente und Phrasierung. Der Balgwechsel (von Zug zu Druck oder umgekehrt) unterbricht den Luftstrom kurz und muss musikalisch platziert werden – ähnlich wie das Atmen bei Bläsern oder der Bogenwechsel bei Streichern. In Noten wird die Balgrichtung mit Symbolen (⊓ Zug, V Druck, oder Pfeilen) angegeben.
| Technik | Beschreibung |
|---|---|
| Balgvibrato | schnelles, regelmäßiges Schwanken des Balgdrucks |
| Bellow Shake (Balgtremolo) | sehr schnelle Wechsel zwischen Zug und Druck, rhythmisch oder unregelmäßig |
| Ricochet | rhythmische Balgwechsel in Dreier- oder Vierergruppen, von Knie und Arm gesteuert |
| Balgakzent, Sforzato | kurzer Balgimpuls |
| Luftknopf | Balg ohne Ton öffnen oder schließen; auch als Geräusch (Neue Musik) |
| Cluster, Glissando, Knopfglissando | über viele Tasten bzw. Knöpfe |
| Perkussion | Klopfen auf Verdeck, Balg oder Korpus |
10Akustik
Die Tonhöhe einer Zunge hängt von ihrer Länge, Dicke und Masse ab: Tiefe Bassstimmen sind lang und oft mit einem zusätzlichen Gewicht an der Spitze beschwert. Weil die Zunge den Luftstrom periodisch unterbricht, ist das Spektrum obertonreich; die Klangkammern der Stimmstöcke und der Cassotto filtern es. Anders als bei Pfeifen- oder Rohrblattinstrumenten verändert sich die Tonhöhe mit dem Balgdruck nur wenig (bei sehr starkem Druck sinkt sie leicht) – das Akkordeon ist daher stimmstabil, kann aber nicht intonieren oder vibrieren wie ein Blasinstrument. Das Tremolo mehrerer verstimmter Chöre erzeugt Schwebungen, deren Frequenz gleich der Differenz der beiden Tonhöhen ist.
11Notation
Piano- und Knopfakkordeon werden in einem Klaviersystem notiert: Diskant im Violinschlüssel, Bass im Bassschlüssel. Für den Standardbass gibt es eine vereinfachte Schreibweise: Grundbässe als Noten, Akkorde mit Buchstaben (M = Dur, m = Moll, 7 = Septakkord, v oder d = vermindert) bzw. als Akkordsymbole; Terzbässe sind unterstrichen oder mit Strich gekennzeichnet. Moderne Originalliteratur für Melodiebass wird wie Klaviermusik notiert. Diatonische Instrumente wie die Steirische Harmonika verwenden häufig Griffschrift: Die Noten bezeichnen Knöpfe statt Tonhöhen, Balgrichtung wird durch eine Linie angezeigt. In Deutschland und der Schweiz gibt es dafür eigene Verlage und Schulen.
12Das Akkordeon weltweit
Mit Auswanderern, Seeleuten und Wanderarbeitern verbreitete sich das Akkordeon im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert über die ganze Welt. Weil es robust, laut, relativ preiswert und als „Ein-Personen-Orchester“ tanzmusiktauglich war, verdrängte es in vielen Regionen ältere Instrumente – und wurde dort zum Kern neuer Stile.
| Stil / Region | Instrument | Merkmale | Bekannte Musiker |
|---|---|---|---|
| Musette (Paris) | Knopfakkordeon C-Griff, Musette-Stimmung | Walzer, Java, Swing-Musette; Bals musettes der Auvergnaten und Italiener in Paris ab ca. 1900 | Émile Vacher, Gus Viseur, Tony Murena, Jo Privat, Yvette Horner, Marcel Azzola, Richard Galliano („New Musette“) |
| Tango (Argentinien, Uruguay) | Bandoneon | ab ca. 1900 Leitinstrument der Orquesta típica; Arrastre, Staccato-Akkorde | Eduardo Arolas, Pedro Maffia, Aníbal Troilo, Astor Piazzolla (Tango Nuevo), Leopoldo Federico, Dino Saluzzi |
| Chamamé (Nordostargentinien) | Akkordeon, Bandoneon | Tanzmusik aus der Region Corrientes; UNESCO-Kulturerbe 2020 | Raúl Barboza, Tránsito Cocomarola |
| Forró (Nordostbrasilien) | Sanfona (Piano- oder Knopfakkordeon) | Baião, Xote, Xaxado mit Zabumba (Trommel) und Triangel | Luiz Gonzaga („König des Baião“), Dominguinhos, Sivuca |
| Vallenato (Kolumbien) | dreireihiges diatonisches Akkordeon | mit Caja (Trommel) und Guacharaca (Schrapinstrument); UNESCO-Kulturerbe 2015; Festival in Valledupar | Alejo Durán, Egidio Cuadrado |
| Norteño, Tex-Mex, Conjunto (Mexiko, Texas) | dreireihiges diatonisches Akkordeon | mit Bajo sexto; Polkas, Rancheras, Corridos | Narciso Martínez, Flaco Jiménez, Los Tigres del Norte |
| Cajun, Zydeco (Louisiana) | einreihiges Akkordeon bzw. Piano- oder Knopfakkordeon | französischsprachige Tanzmusik; Zydeco mit Rubboard, Blues und R&B | Amédé Ardoin, Nathan Abshire, Clifton Chenier („King of Zydeco“), Boozoo Chavis |
| Irland, Schottland | zweireihiges B/C- oder C#/D-Akkordeon, Piano-Akkordeon (Schottland), Anglo-Konzertina | Reels, Jigs, Hornpipes; Céilí-Bands | Joe Cooley, Joe Burke, Jackie Daly, Sharon Shannon, Máirtín O’Connor; Jimmy Shand (Schottland) |
| Alpenländische Volksmusik | Steirische Harmonika, Schwyzerörgeli, Piano-Akkordeon | Landler, Polka, Walzer; neue Volksmusik | Slavko Avsenik (Oberkrainer), Hubert von Goisern, Herbert Pixner |
| Skandinavien, Finnland | chromatisches Knopfakkordeon | Gammaldans, finnischer Tango, Folk-Avantgarde | Kimmo Pohjonen, Maria Kalaniemi, Lars Hollmer |
| Balkan, Osteuropa | Piano-Akkordeon, Knopfakkordeon | Kolo, Horo, Čoček; ungerade Takte, virtuose Ornamentik; Klezmer | Petar Ralchev (Bulgarien) |
| Russland, Ukraine | Bajan, Garmon | Volkslied, Tanz, Konzertmusik | Juri Kasakow, Friedrich Lips, Juri Schischkin |
| Italien | Piano-Akkordeon | Liscio (Tanzmusik der Emilia-Romagna), Canzone | Pietro Frosini, Gorni Kramer, Gervasio Marcosignori |
| Nordamerika | Piano-Akkordeon | Vaudeville, Polka, Jazz der 1930er–50er | Guido und Pietro Deiro, Charles Magnante, Frankie Yankovic (Polka), Art Van Damme (Jazz) |
| Afrika | diatonische Akkordeons, Konzertinas | südafrikanische Boeremusiek und Mbaqanga, Madagaskar (Salegy), Kap Verde (Funaná) | Régis Gizavo (Madagaskar) |
13Jazz, Pop und Filmmusik
Im Jazz war das Akkordeon in den USA der 1930er- bis 1950er-Jahre verbreitet (Art Van Damme, Joe Mooney, Leon Sash), trat dann zurück und erlebte ab den 1980er-Jahren eine Renaissance durch Richard Galliano, Frank Marocco, Gil Goldstein und Vincent Peirani. In Pop und Rock taucht es bei Bruce Springsteen, The Pogues, Tom Waits, Arcade Fire und Balkan-Beat-Projekten auf. Der Film setzt es gern als Klangchiffre ein – für Paris (Yann Tiersens Musik zu Die fabelhafte Welt der Amélie, 2001), Buenos Aires oder Hafenromantik.
14Das Akkordeon in der Kunstmusik
Orchester und Oper
| Werk | Einsatz |
|---|---|
| Peter Tschaikowsky, Orchestersuite Nr. 2 op. 53 (1883) | vier Akkordeons ad libitum im Scherzo – eines der frühesten Beispiele |
| Umberto Giordano, Fedora (1898) | Akkordeon auf der Bühne |
| Alban Berg, Wozzeck (1925) | Wirtshausmusik |
| Paul Hindemith, Kammermusik Nr. 1 op. 24/1 (1922) | Akkordeon im Kammerensemble |
| Kurt Weill, Die Dreigroschenoper (1928) | Bandoneon |
| Sergei Prokofjew, Kantate zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution (1937) | Akkordeonensemble |
| Dmitri Schostakowitsch, Jazz-Suiten, Filmmusiken | Akkordeon |
| Luciano Berio, Sequenza XIII „Chanson“ (1995) | Solowerk |
Originalliteratur für Akkordeon
| Komponist | Werk |
|---|---|
| Hugo Herrmann | Sieben neue Spielmusiken (1927) – erste Originalkompositionen |
| Ole Schmidt | Symphonic Fantasy and Allegro (1958), Akkordeonkonzert |
| Per Nørgård | Anatomic Safari (1967) |
| Niels Viggo Bentzon | Sonaten, Konzert |
| Wladislaw Solotarjow | Sonaten, Kinder-Suiten (Bajan-Klassiker) |
| Sofia Gubaidulina | De profundis (1978), Et exspecto (1985), Silenzio (für Bajan, Violine und Cello, 1991), Fachwerk (Bajan, Schlagzeug, Streicher, 2009) |
| Arne Nordheim | Flashing (1985) |
| Mauricio Kagel | Episoden, Figuren; Kammermusik |
| Magnus Lindberg | Jeux d’anches (1990) |
| Toshio Hosokawa, Klaus Huber, Nicolaus A. Huber, Georg Katzer, Isang Yun | Solo- und Kammermusik |
| Astor Piazzolla | Aconcagua (Bandoneonkonzert, 1979), Le Grand Tango |
| Richard Galliano | Opale Concerto, Tango- und Musette-Werke |
Bearbeitungen
Das Konzertrepertoire umfasst viele Bearbeitungen: Bach (Präludien und Fugen, Goldberg-Variationen), Scarlatti-Sonaten, Rameau, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung, Tschaikowskys Jahreszeiten. Die Möglichkeit, Töne dynamisch zu halten und zu formen, gibt Barockmusik auf dem Akkordeon einen eigenen, orgelähnlichen Charakter.
Akkordeonorchester
Akkordeonorchester sind besonders in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden verbreitet. Sie spielen mit Stimmen Akkordeon I–IV (oder mehr), Bass (Melodiebass oder Elektronium), oft Schlagwerk. Das Repertoire reicht von Originalwerken (Hans Brehme, Rudolf Würthner, Adolf Götz, Fritz Dobler) über Bearbeitungen sinfonischer Musik bis zu Pop- und Filmmusik. Der Deutsche Harmonika-Verband veranstaltet Wettbewerbe und Musikfeste.
15Ausbildung und Wettbewerbe
Akkordeon wird an zahlreichen Musikhochschulen studiert – in Deutschland u. a. in Trossingen, Essen, Hannover, Würzburg, Weimar und Berlin; international in Kopenhagen, Helsinki (Sibelius-Akademie), Moskau (Gnessin), Graz, Paris, Luzern und vielen weiteren Städten. Bedeutende Wettbewerbe:
- Coupe Mondiale (CIA, seit 1938) und Trophée Mondial (CMA)
- Internationaler Akkordeonwettbewerb Klingenthal (seit 1964)
- Premio Internazionale di Castelfidardo (seit 1976)
- Arrasate Hiria (Spanien), Wettbewerbe in Pula, Sankt Petersburg und Shanghai
- „Jugend musiziert“ und die DHV-Wettbewerbe in Deutschland
16Bedeutende Akkordeonistinnen und Akkordeonisten (Konzert)
Mogens Ellegaard, Friedrich Lips, Juri Kasakow, Juri Schischkin, Hugo Noth, Joseph Macerollo, Geir Draugsvoll, Stefan Hussong, Teodoro Anzellotti, Mie Miki, Pascal Contet, Claudio Jacomucci, Viviane Chassot, Ksenija Sidorova, Martynas Levickis, Iñaki Alberdi, Aydar Gaynullin.
17Größen und Kauf
| Größe | Diskant (Piano) | Gewicht ca. | für | Richtwert neu |
|---|---|---|---|---|
| 8–32 Bässe | 17–26 Tasten | 2–4 kg | Kinder ab 5–6 Jahren | ca. 300–900 € |
| 48 Bässe | 26–30 Tasten | 4–6 kg | Kinder, Einstieg | ca. 700–1.800 € |
| 72 Bässe | 34 Tasten | 7–8 kg | Jugendliche | ca. 1.500–3.500 € |
| 96 Bässe | 37 Tasten | 8–9 kg | Jugendliche, Erwachsene | ca. 2.500–5.000 € |
| 120 Bässe | 41 Tasten | 10–12 kg | Erwachsene, Standard | ca. 3.500–12.000 € |
| Konzertinstrument mit Melodiebass, Cassotto, Handstimmen | 41–45 Tasten bzw. 5 Knopfreihen | 12–15 kg | Studium, Profis | ca. 10.000–30.000 € und mehr |
| Steirische Harmonika | 3–5 Reihen | 5–8 kg | Volksmusik | ca. 2.000–8.000 € |
| Bandoneon (neu gebaut) | 142 Töne | ca. 5 kg | Tango | ca. 4.000–10.000 €; historische AA-Instrumente ähnlich |
Checkliste, besonders bei Gebrauchtinstrumenten
Balg auf Dichtheit prüfen (Balg mit geschlossenen Tasten zu ziehen muss deutlichen Widerstand geben). Alle Töne in allen Registern auf Zug und Druck durchspielen: Brummen, Schnarren, Nachklingen, verzogene Ventile? Stimmung mit Stimmgerät prüfen (auch Tremolo). Mechanik geräuscharm, Tasten gleich hoch? Geruch nach Schimmel oder Feuchtigkeit ist ein Alarmsignal. Größe und Gewicht zum Kind passend. Gurte (Rucksackgurte, Rückengurt) ausprobieren. Eine Fachwerkstatt sollte gebrauchte Instrumente vor dem Kauf prüfen; Reparaturen von Stimmen und Balg sind teuer.18Pflege und Wartung
- Nach dem Spielen Balgriemen schließen; im Koffer aufrecht (Bassteil unten) lagern.
- Vor Hitze (Auto, Sonne), Kälte und Feuchtigkeit schützen – Wachs der Stimmplatten kann bei Hitze weich werden, Leder und Ventile verziehen sich.
- Kalte Instrumente vor dem Spielen auf Raumtemperatur bringen (Kondenswasser auf den Stimmzungen führt zu Rost).
- Nie mit gedrückten Tasten ohne Luftknopf „trocken“ Balg bewegen; nicht auf den Balg setzen oder Gegenstände darauf legen.
- Regelmäßig spielen: Instrumente, die lange ungenutzt stehen, bekommen klebende Ventile.
- Werkstatt: Stimmung und Service je nach Nutzung alle 3–10 Jahre; Ventilwechsel, Balgreparatur und Neustimmung nur durch Fachleute.
19Gesundheit und Ergonomie
Das Gewicht des Akkordeons belastet Schultern und Rücken. Wichtig sind: passende Größe, breite gepolsterte Gurte, ein Rückengurt, der das Instrument stabilisiert, Spielen im Sitzen mit dem Instrument auf dem linken Oberschenkel sowie Pausen. Kinder sollten nicht zu früh zu große Instrumente spielen.
20Akkordeon lernen
| Phase | Inhalte |
|---|---|
| Erste Wochen | Tragen und Gurte, Balgführung, erste Melodien im Fünftonraum, Grundbass und Durakkord links |
| 1. Jahr | Wechselbass, Moll- und Septakkorde, Balgwechsel musikalisch, Noten in beiden Schlüsseln |
| 2.–3. Jahr | Tonleitern und Akkorde in mehreren Tonarten, Register bewusst wählen, Walzer und Polka-Begleitung, Ensemble oder Orchester |
| 4.–5. Jahr | Balgtechnik (Balgtremolo), Tonleitern über zwei Oktaven, polyphones Spiel, Musette und Tango, Wettbewerbsliteratur |
| Fortgeschritten | Melodiebass, Bach- und Scarlatti-Bearbeitungen, Originalliteratur (Solotarjow, Nordheim), Kammermusik |
21Das Akkordeon an der Musikschule Cuxhaven
Wir unterrichten Piano- und Knopfakkordeon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – von Volksmusik, Musette und Tango bis zu Klassik und Originalliteratur – und beraten zu Größe, Gewicht und Leihinstrumenten. Im Ensemble übernimmt das Akkordeon Melodie, Harmonie und Bass zugleich. Verwandt: Keyboard, Klavier.
22Häufige Fragen
Piano- oder Knopfakkordeon?
Beide eignen sich zum Einstieg. Die Klaviatur ist vielen vertraut; das Knopfsystem bietet mehr Tonumfang, kürzere Wege und identische Griffmuster in allen Tonarten. Im professionellen Konzertbereich überwiegt das Knopfakkordeon.Wie schwer ist ein Akkordeon?
Kinderinstrumente wiegen 2–6 kg, Standardinstrumente 10–12 kg, Konzertinstrumente bis 15 kg. Die richtige Größe und gute Gurte sind entscheidend.Was ist Musette?
Ein schwebender Klang aus drei leicht gegeneinander verstimmten Chören, typisch für die Pariser Tanzmusik.Was ist der Unterschied zwischen Akkordeon und Bandoneon?
Das Bandoneon hat Knopffelder auf beiden Seiten, keine fertigen Akkordbässe und ist meist wechseltönig; es ist das Instrument des Tango.Muss ein Akkordeon gestimmt werden?
Nicht so oft wie ein Klavier. Je nach Nutzung reicht eine Überprüfung alle paar Jahre; die Stimmung ist stabil, verändert sich aber langsam.Ist ein digitales Akkordeon eine Alternative?
Für leises Üben, viele Klänge und Bühnenarbeit ja; Balggefühl und akustischer Klang eines guten Instruments werden nicht vollständig ersetzt.23Glossar
- Bajan
- Russisches chromatisches Knopfakkordeon (B-Griff).
- Balgwechsel
- Wechsel von Zug zu Druck oder umgekehrt.
- Bandoneon
- Quaderförmiges Handzuginstrument ohne Akkordbässe; Tango.
- C-Griff / B-Griff
- Anordnungssysteme des Knopfakkordeons.
- Cassotto
- Klangkammer für weicheren Klang.
- Chor
- Satz von Stimmzungen einer Fußlage.
- Converter
- Umschaltbarer Standard- und Melodiebass.
- Durchschlagzunge
- Metallzunge, die frei durch einen Schlitz schwingt.
- Griffschrift
- Notation, die Knöpfe statt Tonhöhen angibt.
- Helikonbass
- Kräftiger Bass der Steirischen Harmonika.
- Melodiebass (Freibass)
- Einzeltöne im Bass über mehrere Oktaven.
- Musette
- Stark schwebende Registrierung; Pariser Tanzmusik.
- Stimmplatte
- Platte mit zwei Zungen für Zug und Druck.
- Stradella-Bass
- Standardbass mit fertigen Akkorden.
- Tremolo
- Schwebung durch verstimmte Chöre.
- Wechseltönig
- Zug und Druck ergeben verschiedene Töne.
24Quellen und weiterführende Literatur
- Helmi Strahl Harrington, Artikel „Accordion“ in: Grove Music Online, Oxford University Press.
- Artikel „Harmonikainstrumente“ in: Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG).
- Deutsches Harmonikamuseum Trossingen: Publikationen zur Geschichte der Harmonikainstrumente.
- Marion Jacobson: Squeeze This! A Cultural History of the Accordion in America. University of Illinois Press 2012.
- Helena Simonett (Hg.): A Cultural History of the Accordion in the Americas. University of Illinois Press 2012.
- Christoph Wagner: Das Akkordeon oder die Erfindung der populären Musik. Schott, Mainz 2001.
- Maria Dunkel: Bandonion und Konzertina. Katzbichler, München 1987.
- Deutscher Harmonika-Verband (DHV): Lehrplan und Materialien für Akkordeon.
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Stand: September 2026 · Redaktion Musikpedia der Musikschule Cuxhaven